Samstag, 27. März 2010

Neunerlei Segen ...


Palmkätzchen (Weidenkätzchen)
3 haselne Schüss' (Haselzweig mit drei Sprossen)

Schradler (Illex)
Kranewitten (Wachholder)
Segensbaum (Eibe)
Lebensbaum (Thuja)
Buchsbaum
ein blühender Zweig (früher: Seidelbast; heutzutage: Heidekraut)
mit Felber gebunden (Weide)



Dies sind die neun Gewächse,
die in einen Palmbesen gehören.

Seit ein paar Jahren haben wir -
meine Schwester, meine Mutter und ich -
die Tradition des Palmbesenbindens
in unserer Familie wieder aufleben lassen.

Immer am Samstag vor dem Palmsonntag treffen wir uns,
um für uns diese segensreichen Besen zu binden.



Die Palmbesen werden erst gebunden,
dann auf Haselstecken aufgespießt und sodann
mit Bändern, bemalten Eiern oder
in manchen Gegenden auch mit Äpfeln oder Gebäck verziert.



Am Palmsonntag werden die Palmbesen
zur Kirche getragen und geweiht.
Laut katholischem Glauben zur Erinnerung an den Einzug
von Jesus in Jerusalem!
Doch der neunerlei Segen des Palmbesens
geht auf viel älteren Glauben zurück:
Immergrüne Zweige standen schon immer
für Erneuerung und ewiges Leben!

Geweihte Palmbesen werden
an verschiedenen Plätzen des Hauses angebracht:
Im Herrgottswinkel
oder unterm Dach
sollen sie vor Feuer (und Blitzschlag), Sturm, Krankheit
und Unfruchtbarkeit schützen!
Im Stall vor Seuchen, verdorbener Milch und Futternot
und ins Feld oder auf die Wiese gesteckt
schützen sie vor Hagel und Hochwasser.



Neunerlei "Kraut"
für neunerlei Segen!

Eine Tradition, die ich von frühester Kindheit kenne
und die sich gottseidank in unseren Breiten
wieder großer Beliebtheit erfreut!

Euch allen möchte ich
einen schönen Palmsonntag wünschen!

Und wenn vielleicht bei euch kein Palmbesen im Hause ist,
einen Palmesel habt ihr bestimmt:
So wird bei uns derjenige in jedem Haus "beschimpft",
der am Palmsonntag in der Früh als letzter aufgestanden ist!

Freitag, 26. März 2010

Maßliebchen ...

... Täusendschönchen oder Gänseblümchen!
Wie man es auch nennen mag,
lieblich und bescheiden säumt es nun den Weg!



Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.


O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.


Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch kommen mag,
Das Blühen will nicht enden.

Gedicht: "Frühlingslaube" von Ludwig Uhland (1787 - 1862)

Sonntag, 21. März 2010

Bevor der Frühling da war ...


... dachte ich immer bei mir:

Wenn er denn endlich kommt,
der Langersehnte,
dann hält mich nichts mehr!
Dann ziehe ich mit meiner Kamera durch
Wiesen, Wald und Flur -
und auch durch meinen Garten,
um die schönsten Eindrücke einzufangen ...



Doch gestern,
als pünktlich der erste Frühlingstag
mit strahlendem Sonnenschein
und herrlichen Temperaturen anbrach,
war mein erster Griff nicht nach meiner Kamera,
sondern nach Spaten,
Spagatschnur, Schubkarre & Co ...



... um damit nicht durch die Flure zu ziehen,
sondern zu meinem Rosengarten.
Denn seit letztem Herbst
liegt dort ein Haufen Granitpflastersteine!
Der Rosengarten,
der letzes Frühjahr endlich seine endgültige Größe
erlangt hatte,
soll nun ordentlich mit Granitpflastersteinen
eingefasst werden.
Den ersten Teil habe ich gestern geschafft.




Darum
juble ich nicht weniger,
als hätte ich die

strahlendsten Frühlingsfotos gemacht.

Soviel gibt es zu tun,
und Gott sei's gedankt
nun kann es auch endlich getan werden

Juchhee und Hurra!
Endlich ist der Frühling da!!!



Aber natürlich wollte ich euch
ein paar Frühlingsfotos nicht vorenthalten,
wenn ich sie auch erst geschossen habe,
als der Regen mich zwang
den Spaten aus der Hand zu legen.

Doch bei all der Gartenarbeit
muss natürlich auch ein bisschen Zeit
für's Sticken bleiben!
Der Hahn ist für mich
der Künder des Frühlings:




Und schon bald
ist Ostern,
doch dazu
ein andermal mehr!




Ich wünsche euch allen
einen schönen
jubelreichen
Frühling!

Hahnpinkeep: Vorlage Freebie von Ria Lanser: http://stof-nest.blogspot.com, gestickt auf Belfast Leinen cremeweiß in Anchor 20
Osterstickerei: wird noch nicht verraten ;-)

Donnerstag, 11. März 2010

Noch ...


... ist seine Zeit nicht vorüber!

Mit Vehemenz stellt der Winter seinen Herrschaftsanspruch
und der Kalender gibt ihm auch noch das Recht dazu!

Für Sonnenkinder, wie ich eines bin,
dauert dieser Winter jedoch schon viel zu lange ...
und nicht nur das:
Er hatte insgesamt auch viel zu wenige Sonnentage.
Das ewige Himmelsgrau verstärkt
das Gefühl der unerträglich langen Dauer!
Und ich spüre das
beinahe schon schmerzlich!

Das Wissen, woran es liegt, hilft etwas,
der sich ausbreitenden inneren Kälte Grenzen zu setzen:
Mit den Frühlingsgedichten bin ich durch,
zweimal!
Drei Durchgänge Frühlingsblüher in der Wohnung
sind nun bereits verwelkt.

Nun habe ich die Haltung
meiner Garten-Narzissen angenommen:

Ich harre
still
ergeben
aber ungebrochen
und mit dem tiefliegenden Wissen, dass er kommen wird,

dem Frühling!


Sonntag, 7. März 2010

Es ist soweit ...


... der Gewinner ist ermittelt!

Ich habe eine etwas andere Methode angewendet:
Mein Glücksengerl hat eine Stickschere wie ein Pendel
über den Teilnehmernamen baumeln lassen
und mit geschlossenen Augen
die Schere sodann auf die Zettelchen gleiten lassen.
Das Zettelchen, das die Schere als erste berührte, trug den Namen
der Gewinnerin!

Und dies ist:




Liebe Billie
es freut mich ganz besonders, dass du es bist!

Die Schere, die dich gewählt hat
ist nun auch deine .... denn sie ist Teil des Preises.
Genauso, wie die Box, aus der gezogen worden ist.

Aber hier einfach ein paar Bilder:







Ich wünsche dir viel Freude damit!

Danke nochmals an alle treuen Blogleser!
Am liebsten hätte ich euch allen etwas gestickt,
aber ich hoffe ihr freut euch mit Billie!


Vorlage: ktia ; gestickt mit DMC in den Originalfarben; Box: Butinette bemalt von Hilda; Schere: Yuko

Donnerstag, 4. März 2010

Oh Fritillaria ...

... was hast du mich in Schach gehalten die letzten drei Jahre!



Im ersten Jahr
voll naivem Tatendrang
habe ich -zig deiner kleinen Zwiebelchen
in meinen Garten gepflanzt.

Doch nicht ein Hälmchen ließ sich blicken.



Im zweiten Jahr durchstreifte ich die Gärtnereien
nach ausgewachsenen Exemplaren von dir,
um dich auf diese Weise anzusiedeln.
Doch nirgendwo warst du zu finden.

Heuer aber ging ich in die Offensive
und habe 30 Zwiebelchen von dir vorgetrieben und in Töpfchen gepflanzt ....



... dir als Ansporn ein Herz gestickt, mit deinem Ebenbild
und es dir ans Gewächshäuschen gebunden.


Und nun endlich endlich EINE Blüte.



EINE von Dreißig .... bisher!

So zart, zerbrechlich fast!
So edel gezeichnet
und soooooo wunderhübsch.

Montag, 1. März 2010

März

... was für ein fulminanter Start!

Eine gleissend helle Sonne
stand heute bereits um 7.00 Uhr früh am Himmel.
In den Sträuchern und Bäumen
jubilierten die Vögel so laut sie nur konnten.

Und sie hatten bestimmt alle denselben glücklichen Gesichtsausdruck
wie unser fröhlicher kleiner Metallbirdie!




Sogar die weißen Muscari,
die ich mir in einer spontanen Laune gekauft hatte,
erstrahlten förmlich.




Und das erste Schneeglöckchen ist erblüht!




Somit war der heutige 1. März nicht nur der meteorologische
sondern gleichzeitig auch der phänologische Frühlingsbeginn!


März

Der du den Winter bezwungen hast,

Willkommen sollst du uns sein!

Nimm Wohnung bei uns als froher Gast

Mit dir kehrt Sommerglanz ein.

Willkommen, März, wir nehmen in Kauf

Manch rauhen, stürmischen Tag.

Doch reißt du den dunklen Himmel auf,

Dass die Welt wieder singen mag.

(W. M. Morris)