Freitag, 13. März 2009

Freitag, der 13.

... oder warum man niemals unter einer stehenden Leiter durchgehen sollte!


Gottseidank bin ich nicht abergläubisch ...
... aber wenn ich einen Schornsteinfeger sehe, fasse ich sofort einen Knopf an und suche nach einem grünen Fensterladen (sehr schwer zu finden heutzutage). Steht eine schwarze Katze am Straßenrand so versuche ich rasch daran vorbeizukommen, damit sie meinen Weg nur ja nicht kreuzt und natürlich gehe ich niemals unter einer stehenden Leiter durch. Frei nach dem Motto: Nützt’s nichts so schadt’s nichts.

In meiner Kindheit – im tiefkatholischen oberösterreichischen Bauernland, war solch Aberglaube verpönt und dennoch weit verbreitet. Für viele dieser (Un)Glücksvorzeichen hat uns unsere Mutter Geschichten und Erklärungen geliefert, woher sie wohl stammen mochten. Beispielsweise war ein Rauchfangkehrer in früheren Zeiten gleichbedeutend mit gutem Kaminzug und somit der Möglichkeit rauchfrei zu heizen und zu kochen – ein Glück also, wenn er endlich einhergeschritten kam. Und das mögliche Problem einer stehenden Leiter mag auch heute noch Gütligkeit besitzen: Wo eine Leiter steht wird gerade gearbeitet und die Wahrscheinlichkeit, dass einem beim Durchgehen etwas auf den Kopf fällt dadurch höher, als würde da keine Leiter stehen.
Warum aber nun gerade der arme Freitag auf den zufällig der 13. des Monats fällt, ein Unglückstag sein sollte, habe ich nie begriffen. Noch dazu, wo Unfallstatistiken dies eindeutig widerlegen: Es gibt keine markante Unfallhäufung an diesen Freitagen.

Ich jedenfalls habe heute bis jetzt nur Glück gehabt (klopf klopf klopf): Der Arbeitstag begann mit einem leckernen Firmenfrühstück. In meiner Handtasche fand ich den langvermissten Verschluß meines Leder-Uhrbandes, das ich nun endlich reparieren kann und den Wetterpropheten zum Trotz strahlt die Sonne durch mein großes Bürofenster.

Warum nicht das Glück ein bisschen strapazieren? Also werde ich nachher gleich noch einen Lottoschein ausfüllen ...

... und natürlich wird die Zahl „13“ mit von der Party sein – und damit vielleicht den Fünfmillionen-Euro-Jackpot am Wochenende knacken ...


Wußtet ihr eigentlich dass ein Jahr immer mindestens einen, aber höchstens drei „Freitage den 13.“ haben kann?
2009 ist also ein Glücksjahr .... denn nachdem schon der Februar einen hatte und auch der März, darf ich im November wieder einen Freitag den 13. erwarten.

Kommentare:

Stickerin hat gesagt…

Liebe Hilda,

ich wünsche dir weiterhin viel Glück an diesem wunderschönen schönen Freitag auf welchen der 13. des Monats fällt und hoffe du hast Glück beim Lottospiel ;-)

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Marion

Melanie hat gesagt…

Liebe Hilda,

ich freue mich immer sehr über Deine lieben Kommentare bei mir, vielen Dank!

Mir war bis gerade eben gar nicht bewusst, dass heute ein Freitag der 13. ist :o) Beim letzten Mal im Februar haben die Radioleute gesagt, dass in Italien ein ganz anderes Datum Unglück bringt und noch ein paar Beispiele - habe ich aber leider schon wieder vergessen. Ich glaub jedenfalls nicht dran - aber ein bisserl Vorsicht schadet ja nie ;o)

Liebe Grüße und ein schönes, frühlingshaftes Wochenende,
Melanie

Kunzfrau hat gesagt…

Hilda,
hoffentlch hat es geklappt mit dem Lottogewinn. Vielleicht auch nur mit einem klitzekleinen????

Was soll nur mein armer Mann sagen? Der hat an einem 13. Geburtstag. Und zu allem "Unglück" haben wir zu Hause auch noch zwei rabenschwarze Katzen. Aber wir erfreuen uns des Lebens und uns ist noch nie etwas passiert!

LG Marion

Hilda hat gesagt…

Tja, nun, leider hat die Fünfmillionen jemand anderer abgecasht - aber immerhin hat mein Los gewonnen: € 1,50 ;-)

Danke für eure lieben Kommentare

Anonym hat gesagt…

Hilda,
was Freitag den 13. anbelangt, kann ich dir evtl weiterhelfen. ;-))
Der Orden der Ttempelritter wurden Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet und die kämpfenden Mönche wurden bald reich und mächtig. 200 Jahre später, am Freitag den 13. 1307 wurde der orden durch den franz. König Phillip der Schöne zerschlagen. Ein perfekt und von langer Hand geplanter Hinterhalt, bei dem es um Geld und Macht ging. Der Papst spielte dabei auch eine Rolle....

Liebe Klugscheißer-Grüße
Diana

Hilda hat gesagt…

Hallo Diana,
danke für die Erklärung - das wußte ich tatsächlich noch nicht (obwohl ich die Geschichte der Templer und ihrem Ende doch halbwegs gut kenne ...)

Liebe Grüße
Hilda

Anonym hat gesagt…

Gerne!
Seit ich das weiß, find ich jeden Freitag den 13. gleich viel sympathischer (egal ob die Erklärung nun 100%ig stimmt oder nicht ;-))

Liebe Grüße
Diana

Simon hat gesagt…

Wie ich sehe ist mir mit meiner Templer-Geschichte schon jemand zuvor gekommen - schade.

Ein bisschen Recherche enthüllt allerdings noch anderes über den Freitag den 13. Interessanterweise entstammt vieles davon katholischen Ursprüngen.
So soll Freitag der Tag gewesen sein, an dem Jesus gekreuzigt wurde und Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben.

Die Dreizehn gilt als gefürchtet, da sie das runde Zwölfersystem überschreitet. Die Zwölf hatte in der Bibel eine harmonische Bedeutung. Außerdem ist diese - landläufig lange als "Dutzend des Teufels" bezeichnete - Zahl eine Primzahl (uUuUu).

Das Zusammenfallen dieser beiden Unglückssymbole auf einen Tag hat wohl den Mythos "Freitag, der 13." ausgelöst. Soviel - und ein bisschen mehr - verrät zumindest die Wikipedia ;-)

Grüße,
Simon

PS.: In jüdischer und japanischer Tradition ist die 13 übrigens eine Glückszahl.